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Impfschutz – Teil der Gesundheitsvorsorge

Dank der heute zur Verfügung stehenden Möglichkeiten der Gesundheitsvorsorge und Therapie sind viele ansteckende Erkrankungen in Vergessenheit geraten oder gelten als mehr oder weniger harmlose „Kinderkrankheiten“. Doch viele Infektionserkrankungen, so z. B. Masern oder Mumps, sind alles andere als harmlos. Vielmehr können sie für die Erkrankten schwere gesundheitliche Beeinträchtigungen bedeuten. Da manche Infektionskrankheiten hoch ansteckend sind, besteht zudem das Risiko, dass sich die Krankheit schnell ausbreitet. Für geschwächte Menschen und Patienten mit bestimmten Vorerkrankungen kann das besonders schwerwiegende Folgen haben.

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 Bedeutung hoher Impfquoten

Von hoher Impfbereitschaft profitiert die gesamte Gemeinschaft. Beispiel Masern: Hier gehen Experten davon aus, dass sich die Masern nicht ausbreiten können, wenn mehr als 95 Prozent der Bürger dagegen geimpft sind. Tatsächlich sind die Impfquoten in Deutschland regional sehr unterschiedlich und liegen für Masern im Bundesdurchschnitt unter 75 Prozent. (Quelle: www.vacmap.de)

Wirksamer Schutz vor Ansteckung und Ausbreitung von Infektionskrankheiten

Eine Impfung ist eine der wirksamsten Vorkehrungen zum Schutz vor einer bestimmten Infektionserkrankung. Sie sorgt dafür, dass die geimpfte Person die Krankheitserreger abwehren kann, und verhindert den Ausbruch der Erkrankung. Das schützt sowohl den Geimpften als auch die Allgemeinheit. Denn je weniger Krankheitsfälle auftreten, desto geringer das Risiko der Ansteckung und weiteren Verbreitung des Krankheitserregers. Man bezeichnet dies als Herdenschutz. Wie wichtig neben dem individuellen Schutz der Herdenschutz ist, zeigen diese Beispiele: Die jährliche Grippewelle fällt deutlich schwächer aus, wenn sich viele Menschen frühzeitig gegen die aktuellen Grippeviren impfen lassen. Im Idealfall kann es sogar durch breit angelegte Impfprogramme gelingen, Erkrankungen regelrecht auszurotten. In Deutschland ist dies z. B. bei Kinderlähmung gelungen. Umgekehrt wirkt sich auch mangelnde Impfbereitschaft aus: So sind z. B. Masernerkrankungen derzeit wieder auf dem Vormarsch.

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 Sprechen Sie mit Ihrem Arzt

Wenn Sie Fragen zu Impfungen haben oder z. B. unsicher bezüglich der Impfung Ihrer Kinder sind, dann sprechen Sie Ihren Arzt darauf an.

Die behandelnden Ärzte sind verpflichtet, über die Krankheit, die verhütet werden soll, aufzuklären und den Nutzen und die möglichen Risiken der Impfung darzulegen.